Mauritaniens Esel

Eine erneute Studie des französischen Mauretanien Reiseführers ergab, dass der Süden des Landes auch reizvolle Ecken zu bieten hat. Da wir außerdem Stina und Frank (NL movetomeet ) kennengelernt haben, die eben diesen Teil bereisen wollten, haben wir kurzerhand den Zollerlass unseres Fahrzeugs um weitere 10 Tage für Mauretanien verlängert.

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Neuerdings soll es sogar eine !Straße! von Atar in Richtung Tidjika geben, die jedoch leider noch nicht vollständig fertig ist. Es hat uns doch noch gelegentlich in die Dünen verschlagen, um entweder die gedachte Straße weiter zu interpolieren, oder wieder eine Düne die Straße gefressen hat. In Tidjika selber scheinen wir die einzigen Touristen seit langem gewesen zu sein. Die Armut der Menschen ist allgegenwärtig, sodass es wenig Verständnis gibt, dass auch wir auf deren Markt einkaufen müssen. Erschreckend ist auch, dass überall Abfall (sehr viel Plastik-müll) herumliegt und die Tiere insbesondere die Ziegen, Esel und Kühe die frei umherlaufen diesen essen.


Im Süden Mauretaniens erschienen uns eine seltene Art der Wüstenkrokodile als Attraktion. Das Wort Attraktion ist in diesem Zusammenhang vllt. etwas zu hoch gegriffen, da es suggeriert, dass irgendjemand der Einheimischen diese Attraktion kennen sollte. Es scheint mehrere Orte am Rande der Sandwüste zu geben in denen diese Art entweder in Wassertümpeln oder eingeschlossenen Lehm-höhlen lebt. Wir dachten wir hätten ganz Gute Zielkoordinaten und haben uns auf Routen-suche in einem idyllischem Bachlauf nahe Moudjeria begeben. Begegnet sind uns insbesondere verschiedene Vogel, Papagei-Arten sowie kleine Echse. Am vermeintlichen Ziel waren hingegen nur eine neugierige Kinderschar die uns umkreiste und Ziegen. Nach einer Übernachtung im Wald und Diskussionen mit dem einzig französischsprachigen Einheimischen machten wir uns am nächsten Tag in ein neues Dorf auf, indem wir schließlich mittels Photos vermitteln konnten, dass wir auf der Suche nach den Krokodilen waren. Schließlich fanden sich zwei Kids, die uns auf einer abenteuerlichen Offroadpiste zu den Krokodilen führten. Nach einer halbstündigen Wanderung konnten wir sie endlich sehen. Aus ca. 50 m Entfernung erblickten wir in einem teil-gefluteten Tal selbige tatenlos an der Oberfläche schwimmen. Sie schienen in der Hitze insbesondere durch Nichtstun überleben zu können. Dieser kleine Ausflug fand bei einer Außentemperatur von 45°C statt was das rauf und runterklettern der großen Steine zu den Krokodilen auf jedenfall erschwerte.

Als wir zurückkamen war es in Mücke so warm, dass das Thermostat ausgestiegen ist und das tut es ab 54°C deswegen können wir nicht mehr genau sagen wie warm es im Auto werden kann :-).
Nach diesem Abenteuer mussten wir die Piste wieder zurückfinden, was sich als etwas schwierig herausstellte, da wir oft Schaufeln mussten. Auf dem Weg in das nächste Ziel Kiffa, vielen die vielen in allen Verwesungszuständen toten Rinder am Straßenrand auf, die vermutlich den un-bremsbaren alten Rundhauber zum Opfer gefallen sind. Diese bewegen sich deutlich jenseits der 40 t auf Blattfedern um die Versorgung des Landes zu sichern. Eigentlich ist die maximale Ladehöhe der Auflieger durch die örtlichen Überlandleitungen limitiert, doch an kniffeligen stellen steht Personal bereit um über die Ladung zu laufen und die Leitungen hoch zu halten.

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3 Gedanken zu “Mauritaniens Esel

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