Tatzensuche

Der im Osten Senegals gelegene Niokolo-Koba Nationalpark beherbergt den Stolz der Senegalesen, die Löwen (Les Lions de la Teranga). Alleine deswegen lohnt sich schon ein Besuch des Parks, wenngleich es besonders schwierig ist eines der 200 Tiere auf 9000 m² Land zu finden. Erhöhte Chancen hat man jedoch gegen Ende der Trockenzeit im Mai und Hey, das haben wir.

Am Eingang der größten touristichen Attraktion des Senegal würde man jetzt noch andere Touristen erwarten, aber Fehlanzeige. Entweder die große Entfernung zu Dakar wird gescheut, oder es sind einfach keine Touristen da. Der Eintritt ist mit 25000CFA pro Tag inklusive Guide und Auto (4×4 only) recht günstig. Wenn man einen Nationalpark besucht sollte man bedenken, dass man einen zusätzlichen Sitzplatz für den Guide im Auto haben sollte. Wir haben über Nacht schnell eine Konstruktion aus Kisten und Spanngurten zusammen gezimmert – ihm hats gefallen.

Selbstfahrend durch den Park werden wir erstmal von den riesigen Termiten-Haufen der „termites cathedral“ begrüßt. Anschließend begeben wir uns an eines der unzähligen „mare“ um dem morgendlichen trinken der Tiere beizuwohnen. Neben den allgegenwärtigen Affen können wir auch Warzenschweine und viele Vögel entdecken. Der Park ist insbesondere bekannt für seine Vielzahl an verschiedenen Antilopenarten und Wasserböcke.

Besonders interessant war es auch im Park übernachten zu können, so hatten wir in unserem „Camp Lion“ auch prompt Tatzenabdrücke in der Nähe von Mücke! Ein professioneller Photograph bestätigte uns das drei Löwen im Camp gewesen wären, er aber schon seit zwei Wochen darauf wartet ein Photo von ihnen zu machen. Genauso schwierig ist es die Affen davon abzuhalten in Mücke zu klettern, wenigstens haben sie ein Baguette da gelassen. Am nächsten Tag sind uns noch in großer Entfernung Krokodile und Flusspferde begegnet, sodass wir uns zufrieden auf die Abreise begeben konnten.

Weiter in den Süden reisend blieb uns leider die Gunst einer Teerstraße verwert. Hingegen könnten wir ein Bilderbuch der schönsten Schlaglöcher und kuriosesten LKW/Busdefekte füllen. Wir belassen es hier bei einem Photo eines wirklich dämlichen Wendemanövers. Entlang des Flusses Gambia begegnen uns am südlichsten Ende des Senegals, in der Region Kedougou, die schönsten und einsamsten Sonnenuntergänge. Abschließend finden wir die Wasserfälle von Dindefelo die leider an einem Sonntag vollkommen überlaufen waren. Naja, dafür waren wir die (weiße) Attraktion. Hier hätte es auch noch die Möglichkeit gegeben Schimpansen zu besuchen, allerdings wäre dafür wiedermal sehr frühes Aufstehen angesagt.

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