Bergguinea

Wir sehnten uns zunehmends nach einem „richtigen“ Stellplatz, wo man einfach nur etwas zum Übernachten bezahlt und dafür wenigstens den Abend in Ruhe gelassen wird. Also sich wenigstens weniger heerscharen an Kindern oder Kühen um einen herum tummeln. So fuhren wir weiter in Richtung Süden, entlang Dalaba nach Mamou. Doch auch hier kann sich niemand vorstellen, dass man lieber in seinem Auto auf dem Parkplatz des Hotels übernachtet als in einem Hotelzimmer zu schlafen. Da die sehr vereinzelten Hotels aber weder über Strom für eine Klimatisierung, noch über fließend Wasser in den Badezimmern verfügen sind wir nicht gewillt dafür die absurd hohen 50€ pro Nacht zu bezahlen. Die hohen Preise werden auch hier regelmäßig durch die Gewährleistung der „Sicherheit“ begründet. So übernachten in den Hotels auch ausschließlich NGO’s die hier zahlreich mit Nobelkarossen vertreten sind. Im Endeffekt finden wir meißtens einen Stellplatz auf irgendeiner Wiese und zahlen dem „Eigentümer“ von gegenüber einen kleinen Obolus „Le langue de toute d’Afrique – C’est l’argent“.


Nach der Überquerung des Niger begrüßt uns im sog. Bergguinea zum ersten mal die Regenzeit. Es schüttet, viel und heftig, doch nach kurzer Zeit ist es wieder vorbei. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und die Pisten sind nun Schlamm. Wir schleppen einen vollbesetzten Minibus+Dachgepäck beinahe die ganze Strecke von Gueckedou bis Marcenta, da er sich die Ölwanne abgerissen hatte. Seine vordere Traverse war leider nicht fürs abschleppen durch Schlammlöcher gemacht, da wir diese auch noch abgerissen haben. Irgendwie ist er angekommen.

Weiter südlich ist die Landschaft von vielen Monolithen geprägt, die hier als heilig angesehen werden. Bei Seredou wollten wir uns eigentlich auf die Suche nach „Bergelefanten“ begeben. Leider gibt es einen neuen Präsidenten der die Gegend besucht, und so alle Militärs die uns als Guide führen könnten in seinem Dienst. Wir besuchen stattdessen eine der typischen Regenwaldfarmen mit Kakao-, Kaffee-, und Maniokpflanzen. Hier wird aktuell Palmöl ausgekocht. Die Schimpansen hatten sich leider wieder vor uns versteckt. Doch der Sohn des Besitzers hat uns hervorragend durch seine Plantagen geführt und am Ende konnten wir auch auf Ihrem Hof übernachten.

Die Kinder-Menge die sich vor Ort für unsere gekochten Spaghetti interessierte erreichte hier ihren Höchststand. In der Vergangenheit haben wir einfach immer etwas mehr gekocht um Besucher mit beköstigen zu können, aber 35 Kinder kriegen wir nicht mit Spaghetti versorgt.
Noch weiter im Süden werden die Übernachtungsmöglichkeiten noch beschränkter, aber wir schaffen es immerhin in einer Mission zu Übernachten bevor wir uns auf den Grenzübertritt in die Elfenbeinküste machen.

 

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