Entrée en Côte d’Ivoire

Der schöne Regenwald Guineas drängt sich bis hoch zum höchsten Berg Westafrika’s, dem „Mount Nimba“, geprägt durch uralte Bäume und jede Menge Grün. Inmitten dieser Idylle wird die Verbindungsstraße zwischen Guinea und der Elfenbeinküste von einer Piste mit Karrenbreite zu einem Transportdamm ausgebaut. Hier werden immense Mengen Erdreich auf 90 km bewegt um die Piste LKW tauglich zu machen. Die Guinea-Elfenbeinküsten-Chinesichen-Konsortien versuchen jedoch nicht die Infrastruktur der Landbevölkerung zu verbessern, hingegen schaffen Sie Wege zum Abholzen und um den Bergbau zu fördern.


Das Befahren der Ausweichstrecken bietet einem in der Regenzeit schöne Möglichkeiten die Geländegängigkeit seines Fahrzeugs zu testen. Entsprechend einsam ist es auch an den Grenzhäuschen des Zolls und der Polizei. Den Zollbeamten auf der Seite Guineas fehlten Stempel und Kugelschreiber für unser Carnet-de-Passage aber dafür hatte der Polizeiposten einen Stempel. Es wird also alles nicht so genau genommen. Auf der Seite der Elfenbeinküste interessierte sich noch nicht mal jemand für unser Visa geschweige denn unsere Impfungen. Nach der sehr beschwerlichen Strecke des Grenzübergangs verdeutlicht das plötzliche Auftauchen von Überlandleitungen einen höheren Grad der Infrastruktur der Elfenbeinküste als dies bspw. in Guinea der Fall war. Und tatsächlich die Dörfer auf dem Weg nach Man scheinen alle Strom und Wasser zu haben. Gekocht wird dennoch auf einem Feuer vor dem Haus. Die auf Verkohlung von Holz spezialisierten Dörfer ersticken auch hier weiterhin im Rauch, aber zumindest gibt es Wasser. In Man ist eine sehr schöne grüne Hügellandschaft zu beobachten.

In dieser werden alle erdenklichen Früchte sowie Kakao und Kaffee nach der üblichen Brandrodung angebaut, wie uns eine anstrengende Wanderung zum „Dente des Man“ verdeutlicht. Der uns ursprünglich als halbstündige Aufstieg verkaufte Weg des Guides wäre vermutlich ohne Verpflegung bei 45°C zu machen gewesen, die tatsächlichen 3,5 h konnten jedoch nur durch das abernten von Bananenstauden überlebt werden (Ecotourism).


Die bereits veralteten Asphaltstraßen der letzten Generation Elfenbeinküsten-Chinesicher Bemühungen erschwert ein Fortkommen für uns noch mehr als dies eine gewöhnliche Piste könnte. So kann durch die schiere Größe der Schlaglöcher nicht mehr zwischen Straße und den Seitenstreifen unterschieden werden. Die Lage verschlimmert sich nur noch wenn es plötzlich Sturzbäche regnet. Dann kann nämlich auch die tiefe der Schlaglöcher nicht mehr abgeschätzt werden. Auf unserer Strecke von Man in Richtung der Küste überraschte uns Nachmittags ein solches Gewitter. Es wurde plötzlich Nacht und die Straße war komplett von Wasser geflutet. Wir konnten nur noch hinter LKW’s her fahren und versuchen deren Fehler zu unterlassen. Am Straßenrand zu Parken erschien uns für nicht sinnvoll, da dieser bereits weg gespült war. Es ist erstaunlich was unser Fahrwerk alles überlebt!


Zielsicher haben wir Nachts den einzigen Stellplatz gefunden, wo es augenscheinlich noch Strom für die Dorfparty gab.
Wir brauchen jetzt dringend eine Pause und finden in der Beachbar „Nomads Place“ in San-Pedro endlich kaltes Bier und eine super Fischplatte. Der Besitzer fährt einen höher gelegten Renault 4×4 und hat uns gleich das Campieren zwischen Bar und Küche am Strand angeboten. Jenny hat prompt Freundschaft mit der Wachwelpe „Browny“ geschlossen. Am nächsten Morgen sollten wir auch noch mit der gesamten Familie eine ausgedehnte Runde am Sandstrand entlang fahren. Aufgrund unseres hohen Gewichtes und unserer Mangroven Angst (Mangroven Matsch) haben wir jedoch dankend ab gesagt.

 

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