le long de la côte

Einfach am Strand zu liegen beginnt uns zu gefallen.
Wobei man das Meer hier nicht unbedingt zum Schwimmen Nutzen kann. Die Wellen sind noch um einiges stärker als wir es schon an der Westküste Portugals erleben durften. So gibt es Stellen an denen in einem Moment grade die Füße mit Wasser bedeckt sind, während der Kopf sich im nächsten Moment signifikant unter der Wasseroberfläche befindet. Es ist also mehr oder minder ein „gegen die Brandung laufen“ als schwimmen. Auf jeden Fall nichts für Anfänger. Optimale Surfer Bedingungen, wenngleich wir noch keinen getroffen haben.


Nach einer Shopping Tour in San-Pedro (hier gibt es Käse) machten wir uns auf den Weg in das nur 45 km entfernte Sassandra. Eigentlich selbst für eine Halbtagestour viel zu kurz – aber wir sind ja im „Urlaub“. Man befindet sich jedoch in einem Land, indem keine Straße gut ist. Diese aber von den Einheimischen auch nicht als schlecht bezeichnet werden. Wenn man also versucht die einzige Straße nach Sassandra zu nehmen und permanent von Einheimischen und Polizisten den Hinweiß bekommt, dass die Straße wirklich schlecht ist, dann wird die Halbtagestour zur Tortur. Die möglichen Ausweich-Strecken der halb-meter tiefen Löcher sind so ausgewaschen, dass man eher durch diese schwimmt als fährt. Motorrad oder Fahrradfahrer können die Strecke übrigens ohne weiteres Fahren, da es überall noch eine 30 cm breite Fahrbahn gibt. Sie laufen nur Gefahr von den Bugwellen der Autos und LKW’s eingeholt zu werden. Spaß bei Seite hier ist ein Video (san-pedro to sassandra).
In Sassandra angekommen finden wir schnell eine Piste gen Westen in Richtung des Strandes. Einer der unzähligen Toyota Corollas blockierte leider diese wodurch wir zwangsläufig erneut zum Pannenhelfer wurden. Ein platter Reifen hinten rechts konnte vom Besitzer durch hochbinden der Achsaufhängung und ausbalancieren auf drei Rädern nicht gelöst werden. Der Ansatz funktionierte natürlich nur, da die Feder hinten sowieso schon lange gebrochen war. Neue Luft in den Reifen pumpen funktionierte auch nicht, da an der Innenflanke ein daumendickes Loch dem entgegenwirkte. Also aufbocken (der Herr hatte keinen Wagenheber) demontieren (der Herr hatte kein Werkzeug), Reifen flicken (der Herr hatte kein Reserverad, da das ganze Auto voll Holz und Hühnern war). Anschließend noch schnell wieder die zwei verbleibenden Muttern auf die schon abgeklemmte Bremstrommel schrauben und das Auto kann angeschoben werden. Mein erneuter Versuch nach einer weiteren erfolgreichen Pannenhilfe meinen Sold oder wenigstens ein Cadeaux einzufordern wurde leider nur freundlich weggelächelt. Ein weißer Pannenhelfer in Afrika würde vermutlich bankrott gehen.


Schlussendlich haben wir einen schönen Stellplatz direkt am Meer bei „Chez Michel“ gefunden. Durch seine Kochkünste konnten wir hervorragenden Fisch genießen, den wir selber vermutlich nicht gekauft und gekocht hätten (Barracuda). Aus einem ruhigen Tag am Strand wurde natürlich nichts, da wir schon wieder eine Schraube im Reifen hatten. Diesmal eine Sechskant M8 was mich schon seeehhr verwunderte da diese ja seeehhr stumpf ist. Außerdem mussten wir dringend Wäsche waschen. So ein Overlander Leben ist echt anstrengend.

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