Transsenegal

Die Petite Cote führte uns weiter in den Süden nach Somone. Diese Hochburg des europäischen Luxus-Tourismus spiegelt sich leider auch in den Preisen wieder, weswegen wir schnell weiter in ein Campment an einen Vorort gefahren sind. Jean-Paul bietet hier seit 21 jahren einen kuriosen Mix aus Wald, Zoo und Strohhütten zum Übernachten an. Er hat einen Haus-Affen, was uns inzwischen als gar-nicht mehr so ungewöhnlich erscheint. Sein Krokodil hält er allerdings in einer Klärgrube, neben der Grube für die Python. Das ist natürlich alles für die herumlaufenden Kinder durch aufliegende Äste geschützt. Auf seine Empfehlung sind wir dann weiter in Richtung des Naturschutzgebietes (Delta du Saloum) nach Dijack gefahren. Hier bildet sich ein Salzwasser Flussdelta mit Pelikanen und Störchen, und wir konnten uns endlich mal zwei Tage um unsere Wäsche kümmern. Jenni hat dort noch den Deutschlandvogel entdeckt. Die eigentlich obligatorische Bootsfahrt durchs Delta haben wir uns gespart, da sie einerseits zu teuer, und andererseits viel zu warm gewesen wäre. Bei 45°C will niemand mehrere Stunden im Boot ohne Schatten sitzen, da kann das Delta noch so schön sein.


Da wir zeitnah in Ghana einreisen müssen und die Regenzeit naht, haben wir uns dazu entschlossen die südlichen Anrainerstaaten des Senegal zu umfahren, so gewinnen wir mehrere Tage durch geringere Ein-Ausreiseformalitäten und sparen noch Visa-Kosten für Guinea-Bissau, Sierra-Leone und Liberia. Außerdem wollen wir den im Osten gelegenen Niokolo-Koba-Nationalpark Segegals besuchen, weswegen eine Durchfahrt durch Gambia auch keinen Sinn mehr gemacht hätte.
Auf der ewig langen Strecke in den Osten haben wir einen Nissan Patrol mit Turboschaden an einer Wäscheleine abgeschleppt. Der Besitzer wusste aber noch nicht mal dass er einen Turbo hat und geschweige denn, dass dies wohl teuer werden würde. Die weitere Strecke bot dann alle Ausuferungen von Transport-Kuriositäten. Die weitverbreiteten Mercedes Busse (Bremer) werden im Senegal so hochgelegt, dass eine Zuladung von mehr als 30 Personen + Dachgepäckträger noch nicht an den Radkästen zu erkennen ist. Außerdem wird nahezu alles in Pick-Ups transportiert. Die robusten Gegenstände kommen meist nach unten, gefolgt von einer Trennladung Bretter bevor die Passagiere aufsitzen können. Im Bild sieht man noch eine Ziege, die hier zu den robusten Gegenständen zählt. Auch Kühe wurden bereits unter der Bretterladung gesichtet. Gen Osten hin vermehren sich die eher christlich geprägte Bevölkerung, so laufen nun neben Kühen, Ziegen, Esel und Schafen auch noch Schweine über die Straße.

Der Besuch des riesigen Afrikanischen Marktes bei Tambacounda ist obligatorisch um ein letztes Mal die Vorräte für die wirklich abgelegenen Gegenden aufzufüllen. Das trockene Klima des Nordens geht nach Tambacounda in eine füllige Vegetation über. So erreichen wir schließlich nach einer Fahrt durch den Lianen Dschungel am Fluss Gambi das letzte Campement vor dem Niokolo-Koba Nationalpark.

 

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